Nach einem Jahr geschlossener Tests bringt das Stockholmer Unternehmen Strawberry seinen KI-gestützten Browser in die Open Beta. Das Versprechen: ein sich selbst steuernder Browser, der nicht nur Antworten liefert, sondern eigenständig im Netz agiert. Die integrierten KI-Agenten können im Auftrag der Nutzer durch Webseiten navigieren, Formulare ausfüllen und mehrstufige Prozesse abarbeiten – selbst auf Login-geschützten Seiten. Laut Unternehmen soll der Browser konkurrierende KI-Browser in verschiedenen Benchmarks leistungsmäßig übertreffen.
Ziel von Strawberry ist es, KI-Agenten aus der Nische technikaffiner Power-User zu holen und auch für nicht-technische Anwender zugänglich zu machen. Vertriebsmitarbeiter, Recruiter oder Analysten sollen komplexe Automatisierungen nutzen können, ohne Code zu schreiben oder sich in neue Prompt-Logiken einarbeiten zu müssen. Statt eines zusätzlichen Tools setzt Strawberry auf die vertraute Browser-Umgebung – ergänzt um einen personalisierten Onboarding-Prozess, der Rolle und Arbeitsabläufe des Nutzers berücksichtigt und passende Aufgaben vorschlägt.
Der Download des Browsers ist kostenlos, der volle Funktionsumfang kostet 20 US-Dollar pro Monat. Ob der schwedische Herausforderer tatsächlich etablierte KI-Tools wie ChatGPT Atlas oder Perplexity Comet unter Druck setzt, dürfte sich nun im offenen Praxistest zeigen.